Was kostet unser Wochenmarkt?

… und wofür werden die Einnahmen der Stadt genutzt?

Fakt ist: Der Wochenmarkt ist Stadthagens Herzstück und soll es auch bleiben. Dennoch stellt sich uns die Frage, auf welcher finanzieller Grundlage unser Herstück fußt? Um eine Grundlage für künftige Entscheidungen entwickeln zu können, brauchen wir folglich Transparenz und stellen deshalb hierzu diesen Antrag.

Der Antrag

Die Fraktion Bündnis 90/die Grünen der Stadt Stadthagen beantragt die Offenlegung der Kostenrechnung in Bezug auf die Ausrichtung des Wochenmarktes. Die Verwaltung wird beauftragt, Ausgaben und Einnahmen pro Jahr detailliert auszuweisen. Darüber hinaus wird Auskunft über die Verwendung der freiwilligen Abgaben für Werbezwecke erbeten.

Weiterhin bitten wir um Auskunft, welche Rahmenbedingungen für einen weiteren Betrieb des Wochenmarktes in städtischer Verantwortung erforderlich sind.

Die Begründung

Der stadthäger Wochenmarkt ist regional und überregional ein Magnet. Dreimal wöchentlich kommen viele Menschen, um auf dem Wochenmarkt das vielfältige Angebot für ihre Einkäufe zu nutzen. Es stellen sich gleichzeitig Synergieeffekte ein, von denen die ortsansässigen Einzelhändler:innen und Gastronomiebetriebe erheblich profitieren. Somit ist festzustellen, dass der Wochenmarkt einen sehr wichtigen Beitrag zur Innenstadtbelebung und Identifikation mit der Stadt leistet. Dies bedarf einer besonderen Wertschätzung und Unterstützung von Seiten der Stadt, damit das so bleibt.

Die Wochenmarktbeschicker:innen verrichten ihre Tätigkeiten mit großem Engagement, was an der guten Atmosphäre während der Marktzeiten zu erleben ist.

  • Die Marktbeschicker:innen zahlen Gebühren und eine freiwillige Abgabe für Werbezwecke. Eine Anpassung der Gebührenordnung ist aus Sicht der Stadt aufgrund von gestiegenen Kosten erforderlich. Die freiwillige Abgabe für Werbezwecke hat sich angehäuft (ca. 33.000€) und liegt in der Hand der Stadt. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ist nur möglich, wenn in Bezug auf Kosten und Einnahmen Transparenz geschaffen ist.
  • Die Organisation des Wochenmarktes soll weiter in der Hand der Stadt Stadthagen liegen, da die Kosten und Bedingungen einer Marktgilde von vielen kleineren Anbieter:innen möglicherweise nicht erfüllt werden können. Das hätte zur Folge, dass einige Anbieter:innen wegbleiben und das derzeit vielfältige Angebot des Wochenmarktes geringer würde. Schlussendlich würde dadurch die Attraktivität des Wochenmarktes leiden und Kund:innen würden wegbleiben. Der Wochenmarkt in Bückeburg liegt ebenfalls in städtischer Hand und geht mit gutem Beispiel und Wertschätzung voran.
  • Der Politik ist es wichtig, den derzeit attraktiven Wochenmarkt durch Mitwirkung aktiv zu unterstützen und weiterzuentwickeln, damit er Bestand hat und als Teil der Innenstadtentwicklung einen bedeutenden Platz einnehmen kann.

verantwortlich: Rolf Rösemeier-Tietjen (Fraktionsvorsitzender)

 

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